Was ist ein Computervirus?

Die Definition und 5 Hauptarten

Computervirus

Ein Computervirus unterscheidet sich nicht so sehr von einem echten Virus wie zum Beispiel der Grippe. Wenn sie einmal im System sind , können sie sich darin verstecken und werden erst aktiv , wenn Sie es am wenigsten erwarten.

Wenn Sie die Bedrohung frühzeitig erkennen und rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergreifen, können Sie die Symptome unter Kontrolle halten und sich sehr schnell erholen. Unbehandelt können jedoch nicht nur Viren auf andere übertragen werden, sondern sie können auch die Gesundheit und das Wohlergehen ihres Wirts (Benutzer) verheeren.

Zusammenfassung: Ein Computervirus ist eine bösartige Software oder Code, der Dateien und Programme auf Ihrem Computer infiziert. Das Öffnen einer infizierten Datei führt den Virencode aus und führt zu weiteren Schäden an Ihren Dateien, Ihrem Computer und Ihrer allgemeinen Internetsicherheit. Lesen Sie weiter, um mehr über die häufigsten Arten von Computerviren und Entfernungsmöglichkeiten zu erfahren.

Computer Virus

Was ist ein Computervirus?

Ein Computervirus ist eine ausgeführte bösartige Software oder Code, der sich selbst repliziert, indem er die Kontrolle über andere Programme auf einem infizierten Computer übernimmt. Der Computervirus wird von einem Host-Computer auf einen anderen Computer verteilt. Dann wird er auf einer Software oder einem Dokument gespeichert und verbleibt dort, bis ein Benutzer die fragliche Datei öffnet. Wenn dies der Fall ist, startet der Virus seinen Code und verursacht Schäden am Host-Computer.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie sich mit einem Computervirus infizieren können – über Dateidownloads, E-Mail-Anhänge, manipulierte Software-Installationen oder Scam-Links in sozialen Medien. Sie können den Virus verbreiten, indem Sie infizierte Dateien oder Links mit anderen teilen. Wenn Ihr Computer Teil eines Netzwerks ist, reicht möglicherweise nur ein Benutzer aus, der eine manipulierte Datei auf seinem Desktop öffnet, um das gesamte Netzwerk herunterzufahren.

Obwohl es einige “gute” Viren mit nützlichen Effekten auf Host-Rechnern gab, sind Computerviren per Definition schlecht. Wenn sie ausgeführt werden, können sie Ihre E-Mail- und ihre Kontakte aus sozialen Medien mit Werbung überhäufen, Dateien auf Ihrer Festplatte beschädigen und Ihren Computer verlangsamen. Viren können Ihre Passwörter stehlen und Ihre Login-Daten ändern, um Sie von Ihren E-Mail- und Social-Media-Profilen, Online-Banking-Konten oder sogar Ihrem Computer auszuschließen. Im schlimmsten Fall können sie alle Daten von Ihrer Festplatte in Sekundenschnelle löschen.

Welche Arten von Computerviren gibt es?

Es gibt weit über eine Million Viren auf der Welt und viele weitere werden täglich erstellt. Sie entwickeln sich sehr schnell, so dass diejenigen, die einst als extrem gefährlich galten, routinemäßig von der besten Antivirus-Software entsorgt werden. Aufgrund ihrer Schwere und der Art, wie sie Ihr Geräte beeinflussen können, gibt es etwa ein Dutzend Arten von Computerviren. Hier sind die fünf schlechtesten Arten, die Sie kennen sollten.

1. Makroviren

Die Makroviren sind die häufigste Art von Computerviren und hängen sich an Dateien an, die in Programmen erstellt wurden, welche Makros(Befehlsfolgen) unterstützen. Diese können mit einem einfachen Tastendruck ausgeführt werden. Diese Viren werden am häufigsten in Microsoft Word-Dokumenten und Excel-Tabellen gefunden.

Meist werden Makroviren eines E-Mail-Anhanges aktiviert, wenn Sie die infizierte Datei öffnen. Wenn Sie dies direkt in Ihrem E-Mail-Client tun, sendet der Virus die exakte Kopie der Datei an alle Adressen in Ihrer Kontaktliste. Wenn Sie die Datei auf Ihren Computer herunterladen und dann öffnen, wird der Makrovirus auf andere .docx- und .xls-Dateien in Ihrem Computernetzwerk übertragen und ändert deren Inhalt.

2. File infectors (,,Datei-Erreger“)

Während Makroviren in der Regel von Microsoft Office erstellte Dateien infizieren, heften sich Datei-Erreger an ausgeführte Dateien mit den Endungen .exe und .com an. Wenn Sie eine infizierte Datei öffnen, um ein Programm zu starten, aktiveren Sie unwissentlich auch den Virus. Der Virus kann das Programm dann überschreiben und auf andere Dateien auf Ihrer Festplatte oder Ihrem Computernetzwerk verteilen.

Der Hauptzweck von Datei-Erregern besteht darin, Dateien auf den Computern und Netzwerken der Benutzer zu manipulieren, Peer-to-Peer-Botnets zu erstellen und die Sicherheitssoftware auf verbundenen Computern zu deaktivieren. Einige Datei-Erreger überschreiben alle ausführbaren Dateien, die beim Start gestartet werden, und übernehmen so effektiv die Kontrolle über den Computer. Es gab auch Fälle, in denen Makroviren infizierte Festplatten vollständig neu formatiert hatten.

3. Browser-Hijacker (,,Browser-Entführer“)

Wie der Name schon sagt, übernehmen Browser Hijacker die Kontrolle über bestimmte Funktionen in Ihrem Webbrowser. Normalerweise ändern sie Ihre Homepage in eine gefälschte Suchmaschine und überschreiben die Einstellungen, so dass Sie diese nicht ändern können. Wenn Sie eine Adresse eingeben und die Eingabetaste drücken, führt der Virus Sie zu einer komplett anderen Website. Dann fordert er Sie auf, auf ein Banner zu klicken oder sich für etwas zu registrieren, um auf die gewünschte Website zuzugreifen.

In den meisten Fällen sollen Browser-Hijacker Einnahmen sammeln, indem sie anklickbare Anzeigen im Browser anzeigen. Sie werden meist mit kostenlosen Software- und Browser-Symbolleisten kombiniert, die erweiterte Suchfunktionen bieten. Zum Glück werden sie von den meisten Antivirus-Programmen erkannt.

4. Web-Scripting-Viren

Web-Scripting-Viren zielen meist auf eine hinterhältige Art und Weise auf beliebte Websites ab. Diese Viren überschreiben den Code der Website, um Links und Videos einzufügen, mit denen schädliche Software auf den Computern der Benutzer installiert wird. In vielen Fällen wissen Website-Besitzer nicht einmal, dass sie potenziell schädliche Inhalte einstellen. Alles, was ein erfahrener Hacker tun muss, um eine Seite zu infizieren, ist den bösartigen Code zu schreiben und als Kommentar zu veröffentlichen.

Einige Web- Scripting- Viren bieten kaum mehr als nur Text- und visuelle Anzeigen, um Einnahmen für ihre YouTuber zu erzielen. Einige können jedoch Ihre Cookies stehlen und die Informationen missbrauchen, um in Ihrem Namen auf der infizierten Website Etwas zu posten. Zum Glück werden die meisten Antivirus-Programme Sie alarmieren, wenn Sie eine bösartige Website besuchen.

5. Boot-Sektor-Viren

Obwohl sie heute nicht mehr so oft verwendet werden wie früher, können Boot-Sektor-Viren immer noch in der einen oder anderen Form auftreten. Frühe, als man Computer mit Disketten gestartet hat, waren diese Viren sehr häufig. Sie würden Systemteile der Festplatte infizieren und beim Start des Computers sich entwickeln.

Heutzutage werden diese Viren hauptsächlich durch Geräte wie USB-Sticks und externe Festplatten verbreitet. Sie stellen jedoch keine ernsthafte Bedrohung mehr dar, da die meisten Betriebssysteme Schutzmechanismen enthalten, die den Bootsektor der Festplatte vor bösartiger Software schützen. Selbst wenn sie Ihr System irgendwie infizieren würden, können die meisten Antivirus-Programme Bootsektor-Viren mit Leichtigkeit entfernen.

Beispiele von Computerviren

Einige der gefährlichsten und / oder berüchtigtsten Beispiele für Computerviren sind:

  • Melissa war ein Makrovirus, der sich über infizierte E-Mail-Anhänge verbreitete und Schäden in Höhe von 80 Millionen Dollar verursachte. Sein Gründer David L. Smith verbüßte eine 20-monatige Haftstrafe und durfte nicht ohne Genehmigung Zugang zu Computernetzwerke erhalten.
  • Yankee Doodle war ein aus Bulgarien stammender, zerstörungsfreier Datei-Erreger, der täglich um 17 Uhr den Song “Yankee Doodle” auf infizierten Computern spielte.
  • Shamoon ist ein zerstörerischer Virus, der alle Daten innerhalb von Sekunden aus einem Netzwerk von Computern entfernen kann. Er wurde als Waffe im Cyberkrieg gegen den saudischen Energiesektor entwickelt. 2014 wurde dieser isoliert, um zwei Jahre später als “Shamoon 2” zurückzukehren.
  • Klez war ein Makrovirus, der Antivirus-Software auf dem infizierten Computer deaktivierte und den E-Mail-Posteingang des Opfers mit Werbung überhäufte, um zu verhindern, dass neue Nachrichten empfangen wurden.

So entfernen Sie einen Computervirus

Es gibt viele kostenlose und kostenpflichtige Programme, die versprechen, Ihren Computer vor Bedrohungen zu schützen. Aber nur die beste Antivirus-Software hält das Versprechen ein. Diese Programme werden Ihr System nach Bedrohungen durchsuchen und Sie informieren, sobald sie etwas entdeckt haben. Je nach Schweregrad des Virus werden sie die infizierte Datei entweder in Quarantäne verschieben oder vollständig entfernen, um eine Vermehrung des Virus zu verhindern.

Einige Viren sind so zerstörerisch, dass sie alle Ihre Daten löschen und Ihre Festplatte unbrauchbar machen können. Wenn sie zuschlagen, könnte es bereits zu spät sein um etwas dagegen zu tun. Deshalb ist Prävention wichtig.

Wenn eine zuverlässige Software auf Ihrem Computer installiert ist, kann kein Virus Ihre Dokumente und Dateien infizieren. Um einen optimalen Schutz zu gewährleisten, verwenden Sie immer die neueste Version der Software und laden Sie Virendefinitionsupdates täglich herunter. Die beste Antivirus-Software wird all dies automatisch ausführen, sodass Sie frei surfen können ohne sich Sorgen über Viren und andere Bedrohungen für Ihre Online-Sicherheit machen zu müssen.

Quellen (auf Englisch)

Sind Sie geschützt?

Computerviren können verheerende Folgen auf Ihre persönlichen Daten, Ihre Dateien und Ihre Online-Privatsphäre haben.